Belia Zanna Geetha Brückner
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22. August - 14. September 2025
Ausstellungseröffnung: 22. August 2025 ab 18 Uhr
Aftershowparty in Harrys Bierhaus ab 22 Uhr

Wenn wir an Gefängnisliteratur denken, fällt schnell auf, wie viele mittlerweile kanonische Texte im Gefängnis geschrieben wurden oder sich mit dem Gefängnis beschäftigen. Von Luxemburg, Gramsci, Dostojewski oder Kafka bis Foucault, Martin Luther King und Angela Davis finden wir Schriften, die vor Sprengkraft strahlen und die wir nicht missen wollen. Doch wie blicken Personen auf diese Werke, die nicht im Freiluftgefängnis, sondern tatsächlich inhaftiert sind? Wie groß ist die Kluft zwischen akademischen Diskursen über Disziplinargesellschaften und tatsächlichen Verhältnissen im Gefängnis? So möchten wir doch dazu einladen, sich anhand von Büchern, die im Gefängnis geschrieben wurden, auf eine Auseinandersetzung mit unserem Strafsystem und den damit verbundenen politischen Umständen einzulassen.
Belia Zanna Geetha Brückner (*1992 in Mönchengladbach) untersucht in ihren Arbeiten, wie sich Machtstrukturen bilden, transformieren und manifestieren. Ihre Praxis ist Ausdruck einer systematischen Suche nach Repräsentationen von Ambivalenzen in Teilhabe-, Kanon- und Demokratie-Narrativen. Dabei beschäftigt sie sich mit Ordnungs- und Straf-Prinzipien liberaler Gegenwartsgesellschaften.
